MotoGP XVII: Finale und trübe Aussichten

Was für ein Wochenende: Viele spanische MotoGP-Erfolge, begeisterte sächsische Fans und den Top-Stars ganz nah. So macht MotoGP Spaß. Pedrosa redet zwar ein grauenhaftes Englisch, aber der MotoGP-Sieger war freundlich und nach einer kurzen Eingewöhnung gut zu verstehen, Lorenzo besticht ohnehin durch sein freundliches Auftreten und auch “The Doctor” Valentino Rossi konnte nach seinen grauenhaften Trainingsergebnissen (siehe unten) am Ende mit Rang 9 zufrieden sein.

Der amtierende Weltmeister Jorge Lorenzo hat indes heute in der letzten Runde den WM-Führenden besiegt. Da fuhr der Spanier auf seiner Yamaha vor auf den  zweiten Platz, Repsol-Honda-Fahrer Casey Stoner hatte das Nachsehen. Unangefochtener Sieger war Stoners Teamkollege Dani Pedrosa.

Es war die letzte Kurve, die Lorenzo für seine entscheidende Attacke nutzte. “Da habe ich meine Karten ausgespielt”, kommentierte er seinen erfolgreichen Angriff. Pedrosa war längst enteilt und zeigte heute auch im Rennen, wie überlegen das Repsol-Honda-Team derzeit im MotoGP ist. Kein Vergleich zu Ducati, die zwar mit tollen Motorhomes und viel blank gewienertem Equipement aufwarten können, die aber eben nur auf diesem Gebiet im Moment das Maß der Dinge sind. Valentino Rossi, Nicky Hayden & Co. haben auf der Strecke derzeit das Nachsehen und zumindest auf dem Sachsenring war nicht zu erkennen, dass sich das in absehbarer Zeit ändern kann.

Auch nicht absehbar: Die Zukunft der Rennstrecke. Am GP-Wochenende gab es dazu keine Entscheidung, der Sachsenring steht für die nächste Saison weiter nur mit einem Sternchen im Rennkalender. Dieses Sternchen besagt, dass noch kein Vertrag für das Rennen unterschrieben ist. Hoffen und bangen bedeutet das für die Fans und will die sächsische Landesregierung diese Art der Strukturförderung weiter in der Region halten, muss sie sich deutlich stärker engagieren, als nur mit freundlichen Worten. Es geht um Geld, viel Geld, das andere Regionen (Stichwort Lausitzring, Hockenheimring) und andere Länder womöglich eher in die Hand zu nehmen bereit sind, als der Freistaat.

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