Sachsen bürgt und Merkur zahlt
Die Merkur-Bank, ein Geldinstitut aus München, zahlt MZ die nötigen Euros aus, die das Zschopauer Unternehmen braucht, um seine Produktion in Gang zu bringen. Das teilte heute MZ-Pressesprecher Andreas Schulz mit. “In enger Zusammenarbeit mit der Merkur-Bank Sachsen konnten die Motorenwerke Zschopau GmbH die letzten Voraussetzungen erfüllen, die für die Gewährung der seit fast zwei jahren angestrebten Bürgschaft des Landes Sachsen erforderlich waren.” Im Klartext: Die Bank musste Kröten schlucken, damit Sachsen für MZ bürgt. Die Landesbürgschaft, also die Sicherheit, die der Freistaat bietet, bewegte nun die Bank dazu, Geld auszuzahlen. Für welchen Betrag der Freistaat Sachsen bürgt, wollte Schulz nicht sagen. Das wisse er selbst nicht, darüber könne nur Geschäftsführer Martin Wimmer Auskunft geben, so Schulz. Der war aber heute Nachmittag nicht zu erreichen.
Dass das geheim gehalten werden soll, versteht sich von selbst. Schließlich ist die Höhe der Bürgschaft Ausdruck dafür, wie sehr der Freistaat den Versprechungen aus Zschopau glaubt. Schulz weiter: “Diese Landesbürgschaft ermöglicht die Auszahlung verschiedener Darlehen, mit denen das sächsische Traditionsunternehmen jetzt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellt.” In erster Linie gehe es um Produktion und Markteinführung von MZ-Rollern mit Hybridantrieb, der Weiterentwicklung des Elektrorollers Charly zu einem dreirädrigen Fahrzeug und wohl auch dem Bau von 125er Motorrädern.
Unterdessen vertreten Max Neukirchner und Anthony West die Zschopauer Farben beim MotoGP in Australien. West fuhr heute im ersten freien Training der Moto2 auf den 13. Platz, Neukirchner auf Rang 16. An der Spitze steht derzeit Stefan Bradl (Kalex).
- Mehr zu MZ, wo übrigens gerade WIG-Schweißer gesucht werden (befristet für 24 Monate) auf der Internetseite des Unternehmens.
Eingefügt in Motorrad am 14.10.2011, 18:16 Uhr